Was ist das und wofür?
Beim Microneedling erzeugen sehr feine Nadeln kontrollierte Mikroverletzungen in der Haut. Das klingt dramatischer, als es ist: Die Haut reagiert mit Reparatur – sie bildet neues Kollagen und Elastin. Das Ergebnis: feinere Poren, gleichmäßigeres Hautbild, verbesserte Textur, mildere Aknenarben.
Wie läuft die Behandlung ab?
Nach gründlicher Reinigung und betäubender Creme wird die Haut mit einem medizinischen Gerät systematisch behandelt. Die Sitzung dauert etwa 30–45 Minuten und ist gut aushaltbar – die meisten beschreiben ein Kribbeln oder leichtes Schaben.
Wann sieht man das Ergebnis?
Schrittweise. Die Kollagenneubildung braucht Wochen. Microneedling wirkt als Kur: in der Regel 3–6 Sitzungen im Abstand von 4–6 Wochen. Erste Verbesserungen zeigen sich oft nach der zweiten Sitzung.
Womit müssen Sie danach rechnen?
- Rötung wie nach einem Sonnenbrand – 1–3 Tage
- Leichtes Spannungsgefühl und feine Schuppung in den Folgetagen
Was Sie beachten sollten
- 24 Stunden: kein Make-up, kein Sport, keine Sauna
- Konsequenter Sonnenschutz (LSF 50) in den Wochen nach der Behandlung – die Haut ist lichtempfindlicher
- Einige Tage keine reizenden Wirkstoffe (Retinol, Fruchtsäuren)
Für wen nicht geeignet?
Aktive Akne-Entzündungen, Herpes, Infektionen oder offene Stellen im Behandlungsbereich, Schwangerschaft. Bei Neigung zu Herpes besprechen wir eine Prophylaxe.
Gut zu wissen
In ärztlicher Hand kann das Microneedling mit individuell gewählten Nadeltiefen durchgeführt und mit medizinischen Wirkstoffen, Microbotox oder PRP kombiniert werden. Welche Tiefe und welche Kombination im Einzelfall sinnvoll ist, richtet sich nach Hautzustand und Behandlungsziel und wird vorab ärztlich abgeklärt.