Injektionen sind medizinische Eingriffe
Botox und Filler wirken durch die geschickte Vermarktung mancher Anbieter wie Kosmetikprodukte. Sie sind es nicht. Es sind medizinische Behandlungen, bei denen Substanzen in ein Gesicht mit Nerven, Muskeln und Blutgefäßen injiziert werden.
Was die ärztliche Ausbildung konkret bedeutet
- Anatomiekenntnis: Wo verlaufen Gefäße und Nerven? Das entscheidet über die sichere Injektionstiefe und -technik – und variiert von Gesicht zu Gesicht.
- Sterile Bedingungen: Hygiene auf medizinischem Standard reduziert das Infektionsrisiko.
- Anamnese: Vorerkrankungen, Medikamente und Allergien werden ärztlich bewertet, bevor behandelt wird.
- Komplikationsmanagement: Der wichtigste Punkt – siehe unten.
Wenn etwas nicht nach Plan läuft
Komplikationen sind selten, aber sie existieren – von ausgeprägten Schwellungen bis zum sehr seltenen Gefäßverschluss, der sofortiges Handeln erfordert. In diesem Moment zählen zwei Dinge: die Komplikation sofort zu erkennen und die Mittel zu haben, sie zu behandeln – etwa Hyaluronidase, das Enzym, das Hyaluronsäure auflöst. Sollte nach einer Behandlung etwas unklar sein oder Sie sich Sorgen machen, bin ich für meine Patientinnen und Patienten erreichbar – lieber eine Frage zu viel als eine zu wenig.
Ein nüchterner Rat
Fragen Sie vor jeder Behandlung – egal bei wem: Wer behandelt mich, mit welcher Qualifikation? Welches Produkt wird verwendet? Was passiert, wenn eine Komplikation auftritt? Eine seriöse Behandlerin beantwortet diese Fragen gerne und ohne Ausweichen.