Beide Behandlungen setzen auf die Regenerationsfähigkeit Ihrer eigenen Haut. Der Unterschied liegt darin, womit dieser Prozess ausgelöst wird.
Reiz oder Wirkstoff
Beim Microneedling erzeugen feinste Nadeln kontrollierte Mikroverletzungen. Die Haut reagiert darauf mit ihrem natürlichen Reparaturprogramm und bildet neues Kollagen. Der Impuls ist also mechanisch.
Bei PRP wird aus Ihrem eigenen Blut ein Plasma gewonnen, das reich an Wachstumsfaktoren ist, und in die Haut eingebracht. Der Impuls ist hier biologisch – körpereigene Botenstoffe regen die Regeneration an.
Wofür sich was besser eignet
Microneedling ist die stärkere Wahl bei Struktur- und Texturthemen: Aknenarben, grobe Poren, unebene Hautoberfläche.
PRP wirkt eher auf Hautqualität und Ausstrahlung: müde, fahle Haut, empfindliche Augenpartie, dünner werdendes Haar. Es ist außerdem die Wahl, wenn kein Fremdmaterial in die Haut soll.
Im Vergleich
| Microneedling | PRP | |
|---|---|---|
| Impuls | mechanisch | biologisch |
| Stärke bei Narben | hoch | mittel |
| Stärke bei Ausstrahlung | mittel | hoch |
| Ausfallzeit | 1–2 Tage Rötung | 1–2 Tage leichte Rötung |
| Sitzungen | 3–6 | meist 3 |
| Preis | ab € 300,– | ab € 250,– |
Die stärkste Variante: die Kombination
In der Praxis kombiniere ich beides häufig – das sogenannte Plasma Needling. Dabei wird das eigene Plasma über die durch das Needling geöffneten Kanäle in die Haut eingearbeitet. Der mechanische Reiz und die biologischen Wachstumsfaktoren verstärken einander.